Yoga hat mich geerdet

“Yoga hat mich geerdet” – Ein Erfahrungsbericht mit DIY Praxis-Tipps

Ich möchte dir heute erzählen, wie mir das Praktizieren von Yoga dabei geholfen hat mich mit mir zu

verbinden und mich zu erden und wie es auch dir dabei helfen kann. Yoga hat natürlich auch noch viele

andere positive Auswirkungen auf dich und deinen Körper und deine Beziehungen. Ich möchte jedoch auf

diese beiden Punkte eingehen, da ich das Gefühl habe und auch selbst erlebt habe, dass wir uns in der

heute so schnell-lebigen Zeit oft ablenken lassen und selbst verlieren. Yoga kann dir dabei helfen, zuerst

dich selbst in vollem Umfang wahrzunehmen, um dann auch deine Verbindung zur Quelle des Seins zu

spüren.

Yoga beinhaltet nicht nur die Asanas (Körperstellungen), sondern auch das Pranayama (die

Atemkontrolle), beides hilft uns dabei unseren Geist zu beruhigen und in tiefe Meditation einzutreten.

Zudem leben Yogis nach dem Yoga-Sutra (dies beinhaltet ethnische Verhaltensregeln sowie Regeln

zur Selbstdisziplin und viel mehr). In meinem normalen Alltag habe ich oft einfach gehandelt und funktioniert

ohne wirklich auf mich selbst zu hören. Ich habe beispielsweise gegessen ohne richtig hinzuhören, ob

ich wirklich Hunger habe. Außerdem habe ich mich oft von äußeren Einflüssen ablenken lassen und

habe meine Konzentration und meinen Fokus verloren, außerdem habe ich mir selbst nicht so viel zu

getraut. Die verschiedenen Asanas haben mir dabei geholfen, meinen Körper wahrzunehmen und mir

selbst mehr zuzutrauen und an meine Grenzen zu gehen und Stück für Stück auszudehnen. Durch die

verschiedenen Atemübungen und Meditationen bin ich zur Ruhe gekommen, konnte meine Außenwelt,

die Erwartungen an mich, die ich oder die Gesellschaft an mich hatte vergessen, konnte mich zuerst voll

mit mir selbst verbinden und hatte auch einige Momente in der ich die pure Liebe und meine Liebe und

Verbundenheit zu Allem spürte.

Ich möchte dir drei Asanas vorstellen, die mir besonders dabei geholfen haben.

Das erste ist das Pranamasana (Gebetshaltung). Bei dieser Haltung stellst du dich aufrecht hin, deine

Fußinnenseiten berühren sich, deine Zehen bilden eine Linie und deine Augen sind geschlossen.

Langsam beugst du deine Ellenbogen nach oben und faltest deine Hände vor deiner Brust zum

Namaskara Mudra. Dein Gewicht solltest du auf beide Füße gleichmäßig Verteilen und auf deine Versen

und Fußballen, deine Zehen sollten kein Gewicht tragen. Deine Schultern sind relaxed. Fokussiere dich

nun auf alle deine Muskeln, atme ruhig und gleichmäßig durch die Nase. Beim Ausatmen lässt du alles

Negative gehen und beim Einatmen bekommst du positive Energie. Jetzt setze deinen Fokus auf deine

Brust, dein Herzchakra und danke mental der Sonne, die wir und alle Lebewesen brauchen, außerdem

bereitest du dich auf die bevorstehenden Asanas vor. Entspanne deinen ganzen Körper. Dieses Asana

hilft dir dich zu erden, da du mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehst, es hilft dir zur Ruhe

zukommen, deinen Atem ruhig fließen zulassen und dadurch kannst du dich besser konzentrieren, du

kannst die Außenwelt vergessen und dich nur auf dich und dein Asana und die bevorstehenden

konzentrieren. Dieses Asana praktiziere ich auch viel im Alltag, wenn ich das Gefühl habe, dass mir alles

zu schnell oder zu laut ist und ich mich kurz sammeln und auch mich konzentrieren möchte, es hilft mir

meist einen klaren Kopf zu bekommen und meine Sichtweise zu verändern.

 

Das zweite Asana welches ich dir vorstellen möchte ist das Adrha Shalabhasana, die halbe

Heuschrecken Pose. Du legst dich flach auf deinen Bauch, deine Hände liegen unter deinen

Oberschenkeln mit den Handflächen nach unten. Deine beiden Beine sind gestreckt und bleiben während

der ganzen Übung gestreckt. Lege dein Kinn leicht auf der Matte ab und gleite vorsichtig mit dem Kopf

ein Stückchen nach vorne, damit die Nackenmuskeln und Nerven bestmöglich gedehnt aber nicht

überdehnt werden. Während du einatmest hebst du dein linkes Bein mit Hilfe deiner Rückenmuskulatur

soweit vom Boden ab wie du kannst. Dabei solltest du darauf achten, das beide Beine gerade sind und

das rechte Bein relaxed auf dem Boden liegt, außerdem sollte dein Becken sich nicht heben oder

drehen. Während du ausatmest lege dein Bein auf dem Boden ab. Um eine Runde zu beenden führe die

gleiche Bewegung mit deinem anderem Bein durch. Passe deine Geschwindigkeit deiner Atmung an und

praktizieren entweder drei langsame oder 5 schnellere dynamische Runden. Für mich ist dieses Asana

sehr wichtig, da man besonderen Fokus auf seinen unteren Rücken, den Bauch und das Herz hat. Und

Besonders das Stärken der Rücken- und Bauchmuskulatur ist für mich sehr hilfreich, um immer länger

entspannt in meine Meditation zu sinken und es schaffe meinen Rücken gerade und aufrecht zu halten

ohne das es mich sehr anstrengt oder unbequem ist.

Das dritte und letzte Asana das ich dir vorstellen möchte ist das Santolanasana. Zuerst begibst du dich

in die Position der Katze, auf alle viere. Jetzt drücke deine Zehen in die Matte, stecke deine Knie aus

 

und bewege deine Schultern nach vorne, drücke deinen Hintern nach unten bis dein Körper in einer

graden Linie ist. Deine Arme sind vertikal, deine Finger gespreizt , die Schulterblätter drücken nach

oben und die Schultern gehen in protektierende Haltung, deine Brust ziehst du nach innen. Fokussiere

einen Punkt vor dir und halte die Position für einen kurzen Moment, dann lege deine Knie auf dem

Boden ab und entspann dich in Shashankasana. Du kannst diese Übung 5 mal Wiederholen, du atmest

die ganze Zeit natürlich. Bei diesem Asana stärkst du deine Armmuskeln, deine Oberschenkelmuskeln,

deine Schultermuskulatur, dein Rückrad sowie deine Balance und dein inneres Gleichgewicht.

Außerdem finde ich es bei diesem Asana besonders beeindruckend, wie es mir von Tag zu Tag leichter

gefallen ist, ich stärker geworden bin, es länger halten konnte und somit meine eigenen Grenzen

gedehnt habe und über mich hinausgewachsen bin. Der Gedanke daran stärkt mich im Alltag auch an

meine Grenzen zu gehen mir mehr zuzutrauen und mehr auszuprobieren.

Jetzt möchte ich dir von einer Gruppenmeditation berichten, sie nennt sich Aura-Cleaning-Meditation.

Bei dieser Meditation bildet sich in der Mitte ein Kreis der Rücken an Rücken in einer bequemen

Meditatonshaltung sitzt, die Hände ruhen auf den Knien und die Augen sind geschlossen. Um diesen

Kreis bildet sich ein zweiter Kreis mit dem Gesicht nach innen gewandt. Diese Personen sitzen ebenfalls

in einer bequemen Meditationshaltung und reichen sich die Hände, dabei ist die rechte Hand die obere

Hand und die linke die untere Hand. Ihre Augen sind geschlossen. Jeder atmet tief durch die Nase in

den Bauch ein und aus, sie kommen alle zur Ruhe und bereiten sich mental auf die Meditation vor.

Zuerst wird einmal das OM gemeinsam gechantet/gesungen. Danach chantet/singt der äußere Kreis für

10 Minuten ein kurzes OM nach dem anderen, jeder in seiner Geschwindigkeit und seiner Atmung. Der

innere Kreis lässt es auf sich wirken. Danach singt der äußere Kreis mental ein kurzes OM nach dem

anderen für 10 Minuten. Danach kann jeder kurz seine Beine ausstrecken, bewegen und wieder zurück

in seine Meditationshaltung kommen. Nun chantet der äußere Kreis ein langes OM nach dem anderen

für 10 Minuten. Anschließen wird es mental gechantet. Danach kann sich jeder wieder kurz bewegen

bevor ein langes OM mit geschlossenen Lippen nach einander gechantet wird und danach mental

jeweils für 10 Minuten. Es ist wichtig, dass sich jeder einzelne in der Verantwortung allen gegenüber

befindet und die Kreise verlassen sollte, wenn er sich nicht darauf einlassen kann (z.B. laut lachen muss

und nicht aufhören kann). In dieser Meditation habe ich gemerkt wie das Praktizieren von Yoga mir dabei

geholfen hat, lange in einer Meditationshaltung zu verweilen, außerdem konnte ich mich durch meine

Atmung ganz auf mich Konzentrieren und in mich gehen. Als der äußere Kreis angefangen hat zu

chanten, hat mir die stabile Bindung zu meinem Innersten dabei geholfen Kontakt zu all der positiven

Kraft, Energie und Liebe aufzunehmen die um mich ist und die durch das gechantete OM vom

Universum durch die Mitmeditierenden zu mir, um mich und in mich fließen konnte. Ich habe diese

Energie als hellen, lilablauen Lichtstrahl wahrnehmen können, dieses Licht hat sich nach purer Liebe

angefühlt und hat unsere ganze Meditationsgruppe umhüllt und geschützt. Ich hatte im nachhinein das

Gefühl die äußere Welt ist “stehen” geblieben.

Solche Erfahrungen zeigen wie wichtig es ist Yoga ganzheiltlich zu praktizieren, die Asanas verstärken

die Muskeln und helfen dir lange in einer Meditationshaltung zu verweilen, aufrecht zu sitzen und durch

deine richtige Atmung die Energie von oben durch deinen Körper fließen zu lassen. Du kannst dich nicht

nur erden du kannst dich mit dir und der Energie des Seins in dir Verbinden. Mein Yoga Teacher Training in India

war für mich perfekt um ins Yoga einzutauchen und mich mit mir selbst zu verbinden.